Von 1924 bis heute -
eine bewegte Geschichte
1925 tauchten die ersten Inserate einer gewissen Firma Lapanouse SA auf, die Schweizer Uhren unter der Marke CIMIER anpriesen.
Ein Jahr zuvor war die Firma in Hölstein, im Kanton Baselland von dem Uhrmacher R. Lapanouse gegründet worden. Die Art von Uhren, welche das Familienunternehmen nach einem Umzug ins benachbarte Bubendorf produzierte, waren sogenannte „Roskopf-Uhren“.
Roskopf-Werke sind sehr robuste und vor allem ausgesprochen preiswerte
Werke, bei denen anstelle der üblichen Steinpaletten senkrecht stehende
Stahlstifte für die Zeiteinteilung verantwortlich waren.
Da es
mit der Produktion solch erschwinglicher Uhren gelang, eine ganz neue
Käuferschicht anzusprechen, eilte die Firma Lapanouse von Erfolg zu
Erfolg.
Die Fünfzigerjahre
1951, als sich die Branche von
den Folgen des Zweiten Weltkriegs allmählich erholte, glänzte die
Lapanouse SA bereits durch besonders gute Zahlen. Neu aufgelegt wurde
eine attraktive Kollektion von Armbanduhren mit vergoldeten oder
verchromten Gehäusen, in denen weiterhin die bewährten Roskopfwerke aus
eigener Manufaktur tickten. Mit dem Namen CIMIER, der neu auch im
Firmennamen LAPANOUSE-CIMIER Erwähnung fand, machte man sich auf, die
Welt zu erobern.
Weil die Ära aufkeimenden Wirtschaftswunders
nach markanteren Armbanduhren verlangte, brachte CIMIER Exemplare mit
augenfälligen Leuchtziffern, Zentralsekunde oder sogar einem neuartigen
Chronographen auf den Markt. Die Pionierrolle in diesem Bereich sollte
sich für CIMIER bezahlt machen. Diese markanten Zeitmesser verkaufte man
auf der ganzen Welt so erfolgreich, dass sogar das Briefpapier von
CIMIER stolz vermeldete: „Produktion von täglich 5000 Uhren“. Sage und
schreibe 1,5 Millionen Uhren produzierten die rund 500 Mitarbeiter in
jener Zeit jährlich im Werk in Bubendorf.
Die Sechzigerjahre
In
den Sechzigerjahren präsentierte CIMIER einen echten
Stiftanker-Chronographen mit sieben Steinen, zwei Drückern zur Steuerung
der verschiedenen Funktionen und mehreren Neben-Zifferblättern. Für
eine starke Optik sorgten auch der gemeinsame Auftritt von
Tachymeterskala und Telemeteranzeige.
Die Siebzigerjahre
Als
in den 1970-er Jahren schwingende Quarze die Uhrengehäuse eroberten,
widmete sich Lapanouse-Cimier auch dieser neuen Technologie und übernahm
mit einem eigenen Quarzwerk wiederum eine Pionierrolle.
Die Achtzigerjahre
In
einem riskanten Geschäft verkaufte man Anfang der Achtzigerjahre einen
Grossteil der Maschinen zur Werkherstellung an einen Konkurrenten, der
seinerseits nun CIMIER beliefern sollte. Diese Auslagerung führte jedoch
nicht zu der erhofften Vergünstigung der Produktion. Im Gegenteil:
Durch den teuren Werkeinkauf hatte man gegenüber Mitbewerbern aus dem
Ausland, vor allem aber gegenüber dem grossen neuen Player aus dem
Inland, einen klaren Wettbewerbsnachteil.
Durch Uneinigkeiten in
der Besitzerfamilie über die weitere Strategie und die Wahl eines
Nachfolgers an die Spitze des Unternehmens, stellte 1985 einer der
ehemals grössten Schweizer Uhrenhersteller einstweilig die Produktion
ein.
CIMIER heute
Seit 2003 ist CIMIER ein
unabhängiger Schweizer Uhrenhersteller, der unter neuer Leitung die Tradition der Uhrmacherkunst fortführt. Im CIMIER-Atelier
im innerschweizerischen Baar werden die Uhren von CIMIER nicht nur
entworfen und entwickelt, sondern von erfahrenen Uhrmachern auch im Haus
gefertigt.
Jede Uhr von CIMIER trägt einen Teil der faszinierenden Geschichte der Marke in sich. Im Design eines jeden Modells werden klassische Elemente der Uhrengeschichte neu interpretiert. Als Träger oder Trägerin einer CIMIER werden Sie selbst zum Akteur der Geschichte und haben einen treuen Begleiter für Ihre ganz persönliche faszinierende Zeit.
Im Jahr 2011 unterstreicht CIMIER seine uhrmacherische Kompetenz mit einer exklusiven Eigenentwicklung, dem BIGMatic Automatik Modul auf Basis des Unitas Kalibers 6497-1.